2026|2027

2026|2027 2026-07-03T10:49:41+02:00

15. Schlaun-Wettbewerb 2026|2027 in Gelsenkirchen: „Stadteingang Gelsenkirchen“

Stadteingang Gelsenkirchen

Gelsenkirchen liegt zentral im nördlichen Ruhrgebiet und ist Teil der Metropolregion Rhein-Ruhr. Die Stadt zählt rund 265.000 Einwohnerinnen und Einwohner und ist bis heute stark durch ihre industrielle Geschichte geprägt. Bergbau, Stahl und Produktion haben Stadtbild, Wirtschaft und Identität über Jahrzehnte bestimmt. Seit dem Rückgang von Kohle und Schwerindustrie befindet sich Gelsenkirchen in einem tiefgreifenden Strukturwandel, ohne seine Rolle als Industrie- und Produktionsstandort vollständig aufzugeben.

Eine besondere städtische Struktur ergibt sich aus der historischen Entwicklung: Gelsenkirchen und Buer wurden 1928 zu einer Stadt vereinigt. Bis heute verfügt Gelsenkirchen daher über zwei eigenständige Hauptzentren. Gegenstand des Schlaun-Wettbewerbs ist die im Stadtsüden gelegene Innenstadt rund um Hauptbahnhof, Bahnhofstraße und Hibernia-Quartier.

Schrägluftbild des engeren Wettbewerbsgebiets
Schrägluftbild des engeren Wettbewerbsgebiets

Für viele Besucherinnen und Besucher ist der Hauptbahnhof der erste Kontakt mit der Stadt. Doch gerade dieser Stadteingang wird seiner Bedeutung heute nur eingeschränkt gerecht. Der unmittelbare Bahnhofsausgang, das Bahnhofcenter, der Busbahnhof und die angrenzenden Platzflächen bilden keinen klar lesbaren, einladenden Stadtraum. Unterschiedliche Bauzeiten, funktionale Verkehrsanlagen, unübersichtliche Wegebeziehungen und gestalterische Brüche führen dazu, dass der Auftakt in die Innenstadt eher zufällig als repräsentativ wirkt.

Gleichzeitig liegt in unmittelbarer Nähe zur Bahnhofstraße ein großes Entwicklungspotenzial: das Hibernia-Quartier. Das Areal der früheren Zeche Hibernia wurde nach Ende des Bergbaus durch Post- und Telekommunikationsnutzungen geprägt. Diese Nutzungen werden perspektivisch reduziert oder aufgegeben. Damit eröffnet sich die Chance, ein innenstadtnahes Transformationsgebiet neu zu ordnen, bestehende gewerbliche Strukturen sinnvoll weiterzuentwickeln und neue Nutzungen wie Wohnen, Dienstleistungen, soziale Infrastruktur, Freiräume und urbane Produktion miteinander zu verbinden.

Der Wettbewerb fragt daher nach einem neuen Bild für den Stadteingang Gelsenkirchen: Wie kann aus dem heterogenen Bahnhofsumfeld ein klarer, identitätsstiftender Auftakt zur Innenstadt entstehen? Wie kann das Hibernia-Quartier zu einem gemischt genutzten, gut vernetzten Stadtbaustein werden? Und wie lassen sich Mobilität, Klimaanpassung, Freiraumqualität, Denkmalschutz und städtische Nutzungsvielfalt zu einem überzeugenden Gesamtkonzept verbinden?

Karte mit Abgrenzung der drei Wettbewerbsaufgaben
Karte mit Abgrenzung der drei Wettbewerbsaufgaben

Aufgabe Architektur

Im Mittelpunkt der architektonischen Aufgabe steht das Bahnhofcenter mit seinem unmittelbaren Umfeld. Der Gebäudekomplex erfüllt seine ursprüngliche Rolle als verbindendes Element zwischen Bahnhof und Innenstadt nur noch eingeschränkt. Gefragt ist eine bauliche Strategie, die Umbau, Teilrückbau oder Neubau einschließen kann.

Ziel ist ein offener, durchlässiger und stadträumlich wirksamer Baustein, der den Bahnhof als Ankunftsort stärkt und zugleich Handels-, Dienstleistungs-, Praxis-, Büro- und Gastronomienutzungen zukunftsfähig organisiert. Die Schnittstellen zu Busbahnhof, Stadtbahn, Bahnhofsvorplatz, Bahnhofstraße und öffentlichem Raum sind neu zu definieren. Nachhaltigkeitsaspekte wie Ressourcenschonung, graue Energie, Energieeffizienz und Klimaanpassung sind bei der Wahl zwischen Bestandserhalt und Neubau nachvollziehbar zu berücksichtigen.

Aufgabe Bauingenieurwesen

Die ingenieurtechnische Aufgabe widmet sich der Verlängerung des Alma-Radwegs. Die heutige Alma-Trasse verläuft auf einer ehemaligen Zechenbahntrasse und bindet an das regionale Bahntrassenradwegenetz an. Derzeit endet sie jedoch sackgassenartig an der Ückendorfer Straße und ist nicht direkt mit Innenstadt und Hauptbahnhof verbunden.

Gesucht wird eine sichere, attraktive und technisch realisierbare Rad- und Fußwegeverbindung zwischen Ückendorfer Straße und Hauptbahnhof beziehungsweise Wickingstraße. Dazu sind Trassenführung, Höhenentwicklung, Rampen, Querungen und notwendige Ingenieurbauwerke zu entwickeln. Insbesondere die vorhandene oder neu zu errichtende Brücke über die Ückendorfer Straße sowie Anschlussbauwerke in Richtung Innenstadt sind konstruktiv und gestalterisch zu bearbeiten. Der neue Radweg soll nicht nur eine Verkehrslücke schließen, sondern als weiterer Stadteingang und Verknüpfungspunkt zwischen regionalem Radverkehr und Gelsenkirchener City verstanden werden.

Preisgericht

  1. Prof. Dipl.-Ing. Rolf Westerheide, Architekt Stadtplaner BDA, Aachen
  2. Prof. Dr.-Ing. Sonja Bauer, Stadtplanerin, OTH Amberg-Weiden
  3. Dipl.-Ing. Melanie Kloth, Stadtplanerin, NRW BANK, Düsseldorf
  4. Dr.-Ing. Thomas Mainka, Beratender Ingenieur, Münster
  5. Dipl.-Ing. Christian Wabbel, Architekt, LVM Münster
  6. Dipl.-Ing. Gordon Brandenfels, Landschaftsarchitekt, Münster
  7. N.N.
  8. N.N.
  9. N.N.
  10. N.N.
  11. N.N.

Vorprüfung

Städtebau / Landschaftsarchitektur

  1. Bauassessor M.Sc. Arne Doerry, Gladbeck 
  2. M.Sc. Architekt Moritz Ebbers, Oberhausen 
  3. Bauassessor Dipl.-Ing. Jörg Frohn, Mönchengladbach 
  4. M.A. (Arch.) Architekt Marc Hehn, Münster 
  5. Bauassessor Dipl.-Ing. Matthias Schneider, Essen 
  6. Bauassessorin Anna Waldhoff, Dortmund 
  7. Bauassessorin Laura Jackowski, Dortmund
  8. M.Sc. Lukas Welling, Dortmund 
  9. Technischer Assessor M. Sc. Stadtplaner Lukas Arntz 
  10. M.Sc. Thomas Eltner, Stadtplaner, Dortmund 
  11. M.Sc. Carolin Wolter, Düsseldorf 
  12. M.Sc. Annika Klose, Düsseldorf 
  13. N.N. Stadt Gelsenkirchen 
  14. N.N. Stadt Gelsenkirchen

Architektur

  1. Bauassessorin Dipl.-Ing. Evelyn Heege, Architektin, Dortmund 
  2. Dipl.-Ing. Friederike Abdelkader, Architektin BDA, Münster
  3. Dipl.-Ing. Magdi Abdelkader, Architekt BDA, Münster 
  4. Dipl.-Ing. Christoph Achterkamp, Architekt BDA, Steinfurt 
  5. B.A. Lucas Garmann, Architekt, Neuenkirchen 
  6. Bauassessor Dipl.-Ing. Michael Peeken, Münster 
  7. B.Sc. Anna Rodermund Dortmund 
  8. Bauassessor Dipl.-Ing. Frank Vetter, Altenberge 
  9. Dr.-Ing. Hartmut Lünnemann, Architekt, Ochtrup 
  10. Dipl.-Ing. Matthias Fritzen, Architekt BDA, Ahlen und Münster
  11. Dipl.-Ing. Tanja Kuckert, Architektin BDA, Münster

Bauingenieurwesen

  • Dipl.-Ing. Ulrich Wiemeler, Beratender Ingenieur, Münster

Preise

Unsere Förderer ermöglichen uns ein Preisgeld von insgesamt bis zu 24.000 Euro auszuloben. Die Preise können wie folgt verteilt werden.

  1. Preise jeweils 3000 Euro
  2. Preise jeweils 2000 Euro
  3. Preise jeweils 1500 Euro

Desweiteren können je zwei Anerkennungspreise zu je 750 Euro vergeben werden. Über die Verteilung und die Aufteilung der Preise wird vom Preisgericht im Einvernehmen mit dem Schlaun-Forum e. V. entschieden. 

Termine

Alle Termine finden Sie hier: https://schlaun-forum.de/termine/

Kommunikation

Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommunikation erfolgt ausschließlich über die Internetseite und per Mail an info@schlaun-wettbewerb.de.

Die Stadt Gelsenkirchen bittet alle, die an der spannenden Aufgabe interessiert sind und die das Wettbewerbsgelände vorab in Augenschein nehmen wollen, zu berücksichtigen, dass die überwiegende Zahl der im Gebiet gelegenen Grundstücke privat ist und ein ungefragtes Betreten unterbleiben sollte.

Anmeldungen, Wettbewerbsunterlagen und Zahlung der Schutzgebühr

Teilnahmeberechtigt sind Studierende und Absolvent*innen, die das 4. Semester abgeschlossen haben. Absolvent*innen dürfen das 35. Lebensjahr am Abgabetermin nicht überschritten haben. Es können Studierendengruppen mit bis zu 5 Mitgliedern am Wettbewerb teilnehmen, wobei alle Teilnehmer*innen die Voraussetzungen zur Teilnahme erfüllen müssen. 

Anmeldungen sind ab Montag, den 24. August 2026 bis zum Montag, den 18. Januar 2027 möglich. Die Anmeldemaske wird entsprechend rechtzeitig freigeschaltet.

Nach Eingang der Schutzgebühr – bitte nicht vor der Anmeldung überweisen – erhalten Sie den PIN zum Herunterladen des Aufgabentextes. 

Kooperationspartner 2026|2027

Förderer 2026|2027

  • NRW.BANK
  • Stadt Gelsenkirchen
  • LVM Versicherung
  • MAIV, Münsterländer Architekten- und Ingenieurverein e.V.
  • DAI, Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V.
  • Wohn+Stadtbau, Wohnungsunternehmen der Stadt Münster